Anshelle ist wieder auf dem richtigen Weg. Ich bin richtig glücklich. Wenn ich das so sage, dann kann man daraus schliessen, dass ich vorher unglücklich und Anshelle auf dem falschen Weg war. So schlimm war es natürlich nicht. 

Wenn du eine Zeit lang für einen Künstler oder eine Band gearbeitet hast, dann hinterlässt das immer Spuren. Du findest neue Freunde, arbeitest an der musikalischen Entwicklung mit und trägst vor allem auch eine grosse Verantwortung. Anshelle ist und war immer eine meiner absoluten Lieblingsbands. Die Berner-Truppe um Michèle Bachmann verstand es, mit ihrer Ehrlichkeit und ihrem Feuer auch mich zu begeistern. Zusammen haben wir die Alben „Rewind Please“ und „Betty’s Garden“ auf den Weg gebracht und einige schöne Erfolge gefeiert.

 

„All In“ war ein Experiment

Beim Album „All In“ setzte die Band auf neue Wege und nahm das Heft komplett selber in die Hand. Musikalisch versuchte Anshelle einige Experimente, teils gelungen, teils weniger. „All In“ war für mich ein schwieriger Pfad und ganz warm wurde ich nie mit den Songs. Vielleicht hat es „All In“ aber gebraucht, damit überhaupt eine Weiterentwicklung möglich war. Ich will da gar nicht spekulieren, dann die Geschichte kann ja jetzt weiter erzählt werden.

 

„Blink of an Eye“ geht in erster Linie ins Ohr

Nun hat Anshelle soeben ihr neues Kind „Blink of an Eye“ veröffentlicht. Und ich bin wieder glücklich. Die Band hat wieder zu ihren Stärken zurück gefunden und liefert süffigen, eingängigen und tiefgründigen Pop am laufenden Band. Im Gegensatz zum rockigeren Vorgänger-Album „All In“ präsentieren sich Anshelle mit „Blink of an Eye“ erdiger, entspannter und sanfter. Die vormals dominierenden E-Gitarren-Parts sind der akustischen Gitarre, die üppigen Keyboardsounds dem Piano gewichen. Das unüberhörbare Motto „weniger ist mehr“ zieht sich nicht nur durch den Sound von „Blink of an Eye“. Unterstützung hat sich die Band in Deutschland  bei Hit-Produzent Sky van Hoff (Mrs. Greenbird, X Faktor Deutschland) geholt.

Das Album „Blink of an Eye“ ist mit derart vielen Perlen bestückt, dass man darin eintauchen und alle Songs ohne Luft holen durchhören kann. Das Album ist eine akustische Wohltat mit massiv Ohrwurmpotenzial. Einmal angefixt wird man süchtig. Viel mehr gibt es eigentlicht nicht zu sagen, denn Musik muss man hören, man kann sie ja nicht lesen. Also los!

Anshelle – „Blink of an Eye“ auf iTunes

Anshelle
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