Content Marketing ist der aktuelle Renner. In allen einschlägigen Foren und Publikationen wird „gefachsimpelt“, wie wichtig Content Marketing ist. Auch in den Firmen wird fleissig von Content Marketing geschwafelt. Hört man allerdings genauer zu, meinen die meisten Social Media Marketing. Content Marketing ist ein sehr komplexes Thema, das gebe ich zu. Dank Scompler, einem neuen Tool für strategisches Content Marketing, wird nun die Planung und Realisation um einiges einfacher.

 

Zäumen wir doch das Pferd einmal von hinten auf. Wie sieht die Content-Planung in den Marketingstuben der Firmen aus? Genau Excel-Listen werden ausgefüllt, kopiert, geändert, herum geschickt und trotzdem hat keiner den ultimativen Überblick. Ich habe mich schon des Öfteren über diese Listen geärgert. Regelmässig habe ich das Netz nach besseren Möglichkeiten durchforstet und bin immer enttäuscht worden. Diese Excel-Sheets waren zwar gut, wenn man einen Redaktionsplan erstellen wollte, sobald aber die Frage nach der Strategie auftauchte, dann musste Word einspringen. Also ein Durcheinander, das mich oft davon abhielt mit der konsequenten Planung zu beginnen.

 

Fehlt die Strategie, fehlt ein Erfolgsfaktor

Die zweite Problematik, die in Zusammenhang mit Content Marketing auftaucht, ist die meist fehlende Strategie. Auch in meinem Kundenkreis ist das immer wieder ein Thema. Oft werde ich angefragt, ob ich bei einer Social Media Strategie und der Umsetzung helfen könnte. Ich sage dann oft: „Nein, kann ich nicht. Aber ich kann dir bei deiner Content Strategie helfen.“ Da sehe ich dann Stirnrunzeln und grosse Augen. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen, die von sich angeben, Content Marketing zu betreiben, haben keine dokumentierte Strategie. Und von den Firmen die keine Content Strategie haben reden wir schon gar nicht.

Content, sprich Inhalte, sind eine wertvolle Sache. Die Inhalte werden oft mit viel Aufwand und Kosten produziert. Oft erfolgt dies aber nicht nach System und innerhalb der Firma gibt es keine Stelle, die den Überblick über alle produzierten und zu produzierenden Inhalte hat. Und dass es klar ist: Wir reden hier von Weihnachtskarten, Texten auf der Webseite, Einträgen in Facebook, Vorträgen, Kundenzeitschriften usw. Alles, was kommuniziert wird ist Inhalt, ist Content. Genau deshalb bin ich auch so erpicht meinen Kunden die Vorteile einer einfachen aber konsequenten Content Strategie aufzuzeigen.

 

Eine gute Story hat einen passenden Protagonisten

Zuerst definiere ich mit dem Kunden was seine Ziele sind, wie seine Zielgruppen (Personas) aussehen und unbedingt auch wie viel er zu investieren bereit ist. Ist das geklärt, dann sprechen wir gemeinsam über die Geschichten, die wir zu erzählen haben, die Stories. Spannend sind Stories, die sich nicht nur um ein Produkt oder eine Dienstleistung drehen, sondern auch die Hintergründe dazu aufnehmen. Es interessiert mehr, wie welche Haarfarbe zu welchem Typ passt und wie man sich verändern kann, als langatmige Details zu den Inhaltsstoffen. Ganz wichtig: In einer Firma gibt es unendlich viele Stories. Am besten macht man einfach ein Brainstorming und strukturiert dann die Resultate.

Jede Geschichte braucht einen Protagonisten der im Mittelpunkt der Story steht. Das kann der Chef sein, ein Kunde aber auch externe Menschen. Protagonisten machen die Geschichte sympathisch und verleihen ihr Glaubwürdigkeit. Jede Story braucht ein Gesicht, das inszeniert werden muss.

 

Text ist nicht immer das richtige Format

Im nächsten Schritt wird nun definiert, welche Formate wir für unsere Inhalte wählen. Die Grüsse zu Weihnachten werden wahrscheinlich mit Bild und Text daher kommen. Wenn wir aber etwas zum Thema Tunnelbau erzählen, dann ist ein reiner Text eher schwer verständlich. Ich empfehle in solchen Fällen eine aussagekräftige Infografik oder einen Film zu produzieren. Richtet sich der Content an ein Fachpublikum, dann ist natürlich etwas mehr Tiefe angesagt und mehr Text.

 

Im Kanal denken macht blind für die Realität

Und jetzt kommen wir endlich zu den Kanälen. Wir haben bis jetzt noch kein Wort über Facebook, Twitter und Konsorten verloren. Zurecht! Erst jetzt entscheiden wir nämlich, welchen Kanal wir für unseren Inhalt wählen. Haben wir einen Film erstellt, dann drängt sich Youtube auf. Dreh und Angelpunkt aller Aktivitäten muss aus meiner Sicht die eigene Homepage sein. Gibt es etwas Handfestes zu zeigen, dann ist eine Messe oder eine Produktpräsentation ein guter Kanal. Es macht durchaus Sinn verschiedene Kanäle zu kombinieren und zu verknüpfen.

 

Auch Content muss beworben werden

Jetzt haben wir unsere Inhalte produziert, den Kanal ausgewählt und auf GO gedrückt. Super. Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Nun müssen wir unsere tolle Geschichte noch bekannt machen. Meinen neusten Blog-Beitrag bewerbe ich jeweils auf meiner Facebook Seite und meinem Profil und zusätzlich via Twitter. Das mache ich nicht nur einmal, sondern mindestens zweimal, denn ich möchte ja möglichst viele meiner Fans und Follower erreichen. Zur Veranschaulichung der Theorie dient die folgende Grafik, welche Mirko Lange von „talkabout“ entwickelt hat.

Content Marketing

 

Scompler, ein Meilenstein im Content Marketing

So, und nun kommen wir endlich zum Kern dieses Beitrags. Ich habe euch ja gewarnt, dass das Pferd von hinten aufgezäumt wird. Mit meiner rudimentären Theorie oben, habe ich sicher den einen oder anderen vor Content Marketing abgeschreckt. Das ging mir auch so. Wie soll man dieses ganze Theorie-Gedöns sinnvoll umsetzten? Seit einigen Monaten gibt es Scompler. Scompler ist das Tool, das all diese Arbeitsschritte, die es bei der Erarbeitung und Realisation von Stories und Inhalten zu beachten gilt, beinhaltet. Ich bin restlos begeistert. Scompler ist die Komplettlösung für strategisches Content Marketing von der Redaktionsplanung bis zur Performance-Analyse.

Scompler erleichtert Unternehmen die Redaktionsarbeit, denn Themen werden strategisch geplant, Assets für Beiträge verwaltet, Content-Produktion gesteuert und in Social Networks gepostet. Ebenso werden die Erfolge (oder Misserfolge) analysiert. Das geschieht alles an einem Ort. Scompler ermöglicht es großen Unternehmen ihren Content bereichsübergreifend zu organisieren und so Silos aufzulösen. Scompler ist ein virtueller Newsroom mit dem man Redaktion und/oder Content Marketing einfacher organisieren kann. Auf der Webseite von Scompler ist das alles einfach erklärt.

 

So setzte ich Scompler ein

Ich nutze Scompler ganz unterschiedlich. Für und mit meinen Kunden erarbeite ich Content Strategien und implementiere diese dann in den Alltag. Ich plane aber auch Magazine mit Scompler oder meine Webseiten. Ich betreibe die Seite www.schwedenhappen.ch, eine Mischung aus Reiseführer und Reiseblog. Nun möchte ich eine vierwöchige Reise unternehmen und habe diese mit Scompler geplant. Jeden Tag habe ich mit möglichen Aktivitäten versehen. Da ich über diese Aktivitäten auf meiner Seite schreibe, habe ich die Beiträge bereits Themen und Stories zugeordnet. In der Kalenderübersicht sieht das dann so aus:

Content Marketing

 

 

Ich kann nun aus dieser Planung direkt die Beiträge bearbeiten, Recherchematerial integrieren, Briefings erstellen und die Texte nach WordPress exportieren. Weiter kann ich die ganzen Social Media Aktivitäten planen und im Falle von Facebook und Twitter direkt veröffentlichen. Und auch die Promotion meiner Beiträge und der ganzen Seite mache ich direkt in Scompler.

Scompler ist wirklich grandios und auch preisgünstig. Die Basisversion „One“ ist kostenlos und kann schon verdammt viel. Die „Team“ Version schlägt mit 50 Euro pro Monat zu Buche und ist seinen Preis absolut wert. Für die Hardcore-User und Grossfirmen ist die Version „Pro“ gedacht. Diese gibt es aber nur nach individueller Beratung.

Wer mehr Informationen über Scompler möchte, speziell, wie das Teil in der Praxis funktioniert, darf sich gerne mit mir in Verbindung setzten. Ebenso natürlich auch alle, die etwas Nachhilfe beim Thema Content Marketing brauchen.

 

Text: Andrea Ullius
Bilder: scompler.com / talkabout