Das Thema Olympia Graubünden 2016 erhitzt die Gemüter. Zugegeben, man kann bei diesem Thema durchaus Schwierigkeiten und Unsicherheiten ausmachen. In Anbetracht der wirtschaftlichen Aussichten im Kanton und der neuen Möglichkeiten, die das Internationale Olympische Komitee offeriert, muss man diese Chance beim Schopf packen und eine Kandidatur vertieft prüfen. 

(Foto: jazuolympia.ch)

Die Frage stellt sich: ist es nötig, dass ich jetzt auch noch meinen Kommentar zum Thema Olympia abgebe? Ich bin zum Schluss gekommen, dass es sein muss. Ich traue mir nämlich durchaus zu, einen substanziellen Beitrag zu Olympia Graubünden 2026 zu liefern. Als Mitglied des erweiterten OK’s der SKI WM in St. Moritz 2003 habe ich meine Erfahrungen mit Grossanlässen und der mächtigen FIS gemacht. Ich kenne den neuen Präsidenten von Swiss Olympic und habe mit ihm schon diverse Gespräche zu diesem Thema geführt und als Präsident eines Berufsverbandes war ich mitverantwortlich, dass der Gewerbeverband das Thema Olympiade nochmals aufgegriffen hat. Ich weiss also durchaus, wovon ich rede. Es geht aber nicht um mich, sondern um Graubünden und seine Zukunft.

Düstere Aussicht verlangt Umdenken

Wirtschaftlich geht es dem Kanton Graubünden nicht gut. Die Zukunftsperspektiven sind düster. Der Tourismus ist knapp der Intensivstation entronnen, aber unter schärfster Beobachtung. Investitionen stocken und die Stimmung ist gelinde gesagt bedrückt. Diese Tatsachen bestreitet unterdessen kaum einer. Die Frage ist nur, wie gehen wir damit um.

Vor einigen Monaten wurde aus den Reihen der Präsidenten des Bündner Gewerbeverbandes der Wunsch geäussert, Olympia Graubünden wieder aufs Tapet zu bringen. Kurz zuvor hatte das IOC bekannt gegeben, dass die Spielregeln für die Durchführung der Spiele grundlegend geändert würden. Nach ausführlicher Diskussusion erhielt der Vorstand mit überwältigendem Mehr den Auftrag das „Thema“ anzustossen. Der Wunsch, die Spiele 2016 nach Graubünden zu holen, ist also auf dem Mist der Basis des Gewerbes und Handels gewachsen und nicht in der geheimen Kammer der „Wirtschaftsverbände“. Es sind Metzger, Baumeister, Apotheker, Coiffeusen, Sanitärinstallateure usw. welche Olympia wollen und nicht Michel, Domenig und Ettisberger.

Olympia Graubünden als Leuchtturm

Über mögliche Rezepte, wie man Graubünden wieder zu einem prosperierenden Kanton machen kann wird zwar viel geredet, Ideen sind ebenfalls vorhanden, die Initiativen versickern dann aber meist in den Niederungen der Sitzungszimmer oder sind als nicht rentabel im Ordner abgelegt. Das Problem all dieser Möglichkeiten ist der fehlende Leuchturm, die Weitsicht und ein gemeinsames Ziel. Olympia Graubünden kann genau dieser Leuturm sein. Denn mit der Gewissheit, dass 2026 die ganze Welt auf die Schweiz und Graubünden schaut, ändert sich auch die Denkweise der Menschen hier. Aus „man sollte und man könnte“ wird ein „man muss und man kann“. Eine Olympiade ist zu einem Teil nichts anderes, als der „Grund“ endlich das schon längst Fällige zu tun.

Mit der Aussicht auf Olympische Spiele in Graubünden werden Investitionen in Hotels getätigt, die langfristig die Qualität unserer Destinationen verbessern. Infrastrukturprojekte (ÖV, Strasse, Langsamverkehr) werden vorgezogen und realisiert. Die Sportinfrastruktur (z.B. Hallenstadion Chur) wird erneuert und langfristig erhalten. Dienstleistungsangebote werden realisiert und erweitert. Diese Investitionen erhalten plötzlich eine höhere Priorität und einen „Sinn“. Ohne Olympia wird Zurückhaltung geübt, da die Unsicherheit zu gross ist.

Sport muss im Zentrum stehen

Bei allen wirtschaftlichen Problemen, die wir in Graubünden haben: Eine Olympiade ist eine Sportveranstaltung, die wichtigste der Welt! Wenn die Wirtschaft von Olympia Graubünden profitiert, dann ist das ein super Effekt. Im Fokus muss aber immer der Sport stehen. Leider ist der Sport in der aktuellen Diskussion zur Marginale verkommen, speziell bei den Gegnern von Spielen in Graubünden.

Nicht zu unrecht sagt man, dass jemand im „Olymp“ angekommen ist, wenn eine ausserordentliche Leistung eines Sportlers konstatiert wurde. Wir sind es unseren Athletinnen und Athleten schuldig, ihnen eine Heim-Olympiade zu ermöglichen. Mit Spielen in der Schweiz motivieren wir junge Sportlerlinnen und Sportler, sich auf ein Ziel zu fokussieren. Mit der Aussicht auf Wettkämpfe im eigenen Land wird in den Sport investiert. Zusätzliche Gelder stehen für Training und Ausbildung zur Verfügung. An Material und Trainingsmethoden wird getüftelt.

Nebst dem Sport wird auch der Breitensport neue Dynamik erfahren. Olympiasiger, Top-Athleten sind Vorbilder und diesen will die Jugend nacheifern. Dies wird sich positiv auf die Sportvereine, die Nachwuchsförderung, die Trainerausbildung, die Infrastruktur und das Image des Sports auswirken.

Paralympics mehr als ein Feigenblatt

Diese Zeilen hätten eigentlich an den Anfang gehört. Es geht nämlich auch um die Paralypics. Das geht im aktuellen Hick-Hack schnell vergessen. Im letzten Jahr fanden in Chur die „Wintergames“, die Schweizer Meisterschaften für Menschen mit Behinderung, statt. Leute, ich sage euch, wenn ihr die Augen der Teilnehmenden an der Eröffnungsfeier auf dem Arcas gesehen habt, da bekomme ich Pipi in den Augen.

Mit Paralympics in Graubünden können wir nun zeigen, dass es uns mit Gleichberechtigung und Integration von handicapierten Menschen ernst ist. Mit der hässlichen Rampe beim Grossratsgebäude und Einsprachen wenn ein Restaurant kein behindertengerechtes WC hat ist es nämlich nicht getan. Wir können mit Olympia zeigen, dass wir allen Menschen die gleichen Erlebnisse und Möglichkeiten ermöglichen und dass wir auch bereit sind Investitionen in ihren Sport zu tätigen.

Olympia Graubünden ist keine Zwängerei

Will man schon gar nicht über Olympia Graubünden diskutieren, dann sagt man am besten: Das ist sowieso Zwängerei. Wir haben ja schon 2013 Nein gesagt.“ Solche Aussagen zeugen von einer doch eher seltsamen Sicht auf unsere Demokratie. Erstens ist es legal und absolut opportun in der direkten Demokratie wenn man des Öfteren das gleiche Thema zur Abstimmung bringt, und zweitens nutzen die gleichen Kreise, die jetzt „Zwängerei“ rufen, die Möglichkeit mehrmals über das Selbe abzustimmen.

Beispiel gefällig? Wie oft haben wir nun schon über Proporz bei den Grossratswahlen abgestimmt und jedesmal Nein gesagt? Ist das in diesem Fall keine Zwängerei? Nein! Denn die Rahmenbedingungen haben sich auch hier geändert (neues übergeordnetes Recht) und mit der Gebietsreform in Graubünden hat sich auch territorial etwas verändert. Ich finde zwar Majorzwahlen immer noch besser, aber ich rege mich sicher nicht auf, wenn ich da wieder darüber abstimmen müsste.

(Foto: jazuolympia.ch)

Neue Agenda, neue Spielregeln

Auch für die neue Abstimmung über Olympia Graubünden gilt: Die Spielregeln haben sich geändert. Das IOC hat bemerkt, dass es so nicht weitergehen kann. Auch dem IOC war es nicht geheuer, dass Olympiaden zunehmend durch Diktaturen, Potentaten und Oligarchen durchgeführt und genutzt wurden. Auch das IOC musste merken, dass klassische Wintersportländer keine Lust auf unsichere, überdimensionierte und viel zu teurer Spiele hatten. Also hat das IOC gehandelt.

Die neue Agenda 2020 verändert Einiges, auch in der Denkweise. Langfristige und nachhaltige Nutzung der Infrastrukturen werden angestrebt, wer bestehende Anlagen und Sportstätten vorweisen kann, hat nun die besseren Karten in der Hand. Das IOC hat die ganze Kandidaturphase gestrafft und finanziert einen Teil selber (Reise- und Präsentationskosten). So können alleine die Kandidaturkosten von 60 Millionen auf 24 Millionen Franken gekürzt werden.

Das IOC beteiligt sich aber auch viel stärker an den Durchführungskosten. Über ein Drittel (600 Millionen Franken) des geschätzten Budgets von 1.65 Milliarden Franken werden aus der IOC Kasse bezahlt. Das war 2013 noch nicht so, und deshalb ist Graubünden jetzt wieder im Spiel.

Betrachtet man alle Fakten rund um mögliche Spiele in Graubünden, so gibt es für mich am 12. Februar 2017 nur ein JA. Ich will, dass wir die gute Vorarbeit der Kerngruppe um Andreas Wieland bei einem GO durch Swiss Olympic vertiefen und eine top Kandidatur dem IOC abliefern. Wir werden zeigen, wie man nachhaltige und sinnvolle Olympische Spiele organisieren und durchführen kann. Das IOC wird nicht um die Schweiz herumkommen.

Unredliche Olympia-Gegner

Nach doch einigen Jahren vorder- und hintergründiger Arbeit in der Politik rege ich mich normal nicht mehr über das politische Tagesgeschäft auf. Im Moment bringen mich eigentlich nur zwei Dinge auf die Palme: national die SVP, kantonal die SP in Bezug auf Olympia.

Beide betreiben auf die gleiche Art und Weise Poltik. Bei der SVP sind immer die Ausländers schuld, bei der SP das IOC. Sind es bei der SVP ausländische Sozialschmarozzer, sind es beim IOC die korrupten Funktionäre. Sind es bei der SVP die unüberschaubaren Asylkosten, sind es bei der SP das geldgierige IOC. Sind es bei der SVP die Wirtschaftflüchtlinge, ist es bei der SP der Dopingsumpf. Egal worüber man diskutiert, die Argumente bleiben immer gleich stereotyp, undifferenziert und plakativ. Eine echte inhaltliche Diskussion wird verweigert, da sich viele Argumente in Luft auflösen würden. Schauen wir doch mal auf das IOC.

Das mächtige und korrupte IOC?

Gewiss, es gibt bestimmt einige Mitglieder beim IOC, die gerne mal ein Nötli unter dem Tisch entgegennehmen. Das ist verwerflich und nicht akzeptabel. Nur, im IOC sind Vertreter der meisten Länder dieser Welt vertreten. Nicht alle diese Länder haben das gleiche demokratische Verständis, wie wir in der Schweiz. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Verkehrskontrolle reibungsloser und preiswerter über die Bühne geht, wenn im Ausweis ein kleines Trinkgeld beiliegt. Das ist zwar nicht gut, aber wir haben da keinen Einfluss drauf.

Um so wichtiger ist eine Kandiatur aus der Schweiz, die auf einer demokratischen und rechtsstaatlichen Basis erfolgt. Wenn wir die Spiele nur mit „Schmieren“ bekommen, dann wollen wir sie nicht. Wenn wir eine top Kandidatur abliefern, dann wird das die Mehrheit der Entscheidungsträger überzeugen und die Korupten geraten ins Hintertreffen. Eine Kandidatur aus der Schweiz hilft also auch das IOC transparenter und demokratischer zu gestalten.

Nur mit Tun verändern wir

Die Olympia Gegner behaupten dass die Agenda 2020 vom IOC sowieso nicht eingehalten wird und dass das nur Augenwischerei sie. Ich finde diese Behauptung mehr als nur überheblich. Ich bin überzeugt, dass es das IOC ernst meint, mit den neuen Spielregeln. Damit diese aber auch Realität werden, bracht es jemanden, der auch darauf besteht, die Olympiade entsprechend auszurichten. Die Gegener nehme bewusst in Kauf, dass auch die nächsten Spiele wieder gigantisch, undemokratisch und nicht umweltverträglich statt finden. Zu glauben, man könnte das IOC mit einem Nein zu Olympia in Graubünden strafen oder erziehen ist dumm und naiv.

Gerade die SP hat z.B. beim Klimaschutz in den vergangene Jahren zurecht argumentiert, dass man im Kleinen beginnen müsse und nicht auf die grossen Umweltsünder, wie die USA, warten dürfe. Wolle man etwas verändern, müsse man vor der eigenen Haustüre beginnen. Leider scheinen sie genau dieses bei Olympischen Spielen nicht zu wollen. Da will man die Verantwortung abschieben und nicht mit gutem Beispiel vorangehen. Schäbig ist das. Es zeigt aber auch, woher bei der SP der Wind weht.

Das Problem der SP

Ich entschuldige mich jetzt schon. Ich wollte nicht politisch werden. Und ich möchte auch die SP nicht allzu heftig angreifen, speziell, werde ich nicht einzelnen Exponenten an den Karren fahren.

Die SP hat aber in Graubünden ein grundsätzliches Problem. Sie hat in Bezug auf den Grossen Rat und die Regierung schlicht nichts zu sagen. Allein die FDP hat über doppelt so viele Mandate, wie die SP. FDP und CVP haben die Mehrheit im Grossen  Rat. Auch in der Regierung ist die SP mit lediglich einer Person vertreten und hat sich der da der bürgerlichen Mehrheit zu fügen. Es bleiben der SP also „nur“ Referenden, Initiativen oder Abstimmungen, um so richtig auf sich Aufmerksam zu machen und allenfalls zu gewinnen. Das ist nicht despektierlich gemeint, und soll keineswegs ihre wertvolle politische Arbeit negieren. Es ist einfach ein Fakt bei dieser Sitzverteilung.

Da eignet sich eine Abstimmung zum Thema Olympiade bestens, um so richtig auf den Putz zu hauen. Gibt es ein Nein, ist man der grosse Sieger, hat zwar auch nichts bewegt, aber immerhin eine Abstimmung gewonnen. Gibt es in Ja, kann man ohne Schaden weiter kritisch daneben stehen. Die Olympia Abstimmung ist gerade deshalb so ideal, da man mit einer Nein-Kampagne die eigene Klientel nicht verärgert und die Gegner eh die Gleichen sind wie sonst (Wirtschaft).

Viele Themen gibt es in Graubünden ja nicht, die von Links so richtig ausgeschlachtet werden können. Jagd? Heikel, auch SP Wähler gehen auf die Jagd. Wolf? Schwierig, da die Bevölkerung gespaltener Meinung ist. Energiepolitik? Wäre eine Paradepferd für die SP. Leider sind da noch die diversen Umweltverbände, die wahlweise gegen neue Staumauern (Eingriff in die Natur), gegen Sonnenkollektoren auf dem Dach (Landschaftsbild) oder Windräder (Gefahr für Vögel) sind. Nur bei Olympia kann die SP eine grosse Schaar um sich versammeln. Das ist vielleicht etwas überspitzt formuliert, aber auch nicht von der Hand zu weisen. Vor allem kann man selbst bei einem JA die Suppe noch mindestens ein Jahr am Köcheln halten. 2018 sind wieder Wahlen.

Gegner verpassen Chancen

Durch ihre Destruktive Art und Weise verpassen die Olympia-Gegner viele Chancen, die ihnen eigentlich am Herzen liegen sollen. Ich möchte dies nur an zwei kleinen Beispielen aufzeigen:

Stichwort sozialer Wohnungsbau. Olympia in Graubünden braucht Unterkünfte für Athletinnen und Athleten. Nicht alle sind schon vorhanden. Speziell in Chur fehlen diese grösstenteils. Bei einer konstruktiven Mitarbeit bei Olympia könnte man z.B. darauf bestehen, dass diese Unterkünfte im Sinne von sozialem Wohnungsbau erstellt werden. Die auf privater Basis erstellten Wohnungen (mit Unterstützung der Stadt, Bürgergemeinde usw.) werden nach der Olympiade zu günstigen Konditionen am Menschen mit geringeren Einkommen vermietet. Damit wird der Anteil an preiswerten Wohnungen markant erhöht.

Stichwort Kultur. Graubünden hat einen immensen kulturellen Schatz. Unzählige Künstlerinnen und Künstler wohnen und arbeiten in unserem Kanton. Olympia Graubünden kann dieses Potential nutzen. Olympische Spiele sind immer auch Kulturspiele. Egal, ob am TV oder live, vor, während und nach den Spielen. Es bieten sich immense Möglichkeiten Kultur und Kulturschaffende zu integrieren. Sogar das IOC bietet hier Möglichkeiten. In der Agenda 2010 steht unter anderem, dass aus einem reinen Sportanlass ein Event werden soll. Genau hier bietet sich der Kultur immense Möglichkeiten. Diese Chance sollten nicht zuletzt die Gegner nutzen, um dem Kulturschaffen in Graubünden Dank Olympia weitern Schub zu geben.

Auch Befürworter schiessen Böcke

Wie immer, nicht nur der Feind macht Fehler. Auch die Befürworter von Olympia (und da zähle ich mich dazu) machen Fehler und schiessen Böcke. Die Kommunikation war tatsächlich hin und wieder etwas seltsam, zumindest nach meinem Empfinden. Dass das Olympiakonzept unter Verschluss war, hatte zwar seinen Grund, war der Sache aber nicht dienlich. Ich persönlich hätte den Grossräten zumindest Akteneinsicht gewährt, mit der Bedingung, dass die Akten vertraulich sind. Weiter hätte ich kommuniziert, dass, sobald alles Dossiers bei Swiss Olympic eingegangen sind (auch die aus der Westschweiz), das Konzept veröffentlicht wird. Aber eben: die Herren Hätte, Würde und Könnte haben noch nie etwas zustande gebracht. Unten findet ihr das Bewerbungsdossier. Ein Studium der Unterlagen loht sich.

TV Duell als Desaster für die Befürworter. 

Ohne Seich, ich mag Hanspeter Lebrument sehr. Er ist ein Macher, einer der etwas geleistet hat. Egal was man von ihm oder über seine Medien denkt, Dank Hanspeter haben wir in Graubünden überhaupt noch einigermassen eigenständige Medien. Das sollte man primär mal anerkennen. Ich bin auch begeistert, dass sich Lö konsequent für Olympische Spiele in Graubünden einsetzt, genau wie Thomas Domenig sen. Ich habe aber keine Ahnung, welche Hornisse Lebrument gestochen hat, dass er eine derart heftige Attacke gegen Jon Pult ritt. Das war unnötig und widerspricht der Erkenntnis, dass man möglichst über die eigene Stärke reden und weniger den Gegner thematisieren soll. Kommt noch hinzu, dass er beim TV-Duell gegen Pult miserabel aufgelegt und der Sache ganz bestimmt nicht dienlich war.

Und so gibt es natürlich auch auf der Pro-Seite noch viele Fragezeichen, die im Falle eines JA bei der ersten Abstimmung ausgeräumt werden müssen. Die weiteren finanziellen Fragen müssen ehrlich und transparent dargelegt werden. Die Host-City ist früh zu bestimmen. Die Partnerschaft mit Zürich oder Rapperswil ist verbindlich zu klären. Auch wenn diese Fragen jetzt gar nicht zur Debatte stehen, so sind sie natürlich von grossem Interesse.

JA am 12. Februar 2017

Es gäbe noch viel zu schreiben. Das Thema ist derart vielfältig, die Argumente unglaublich divers. Ich muss aber zum Schluss kommen. Am 12. Februar 2017 stimmen wir darüber ab, ob wir ein Dossier zur Kandidatur für die Olympischen Spiele 2016 ausarbeiten sollen. Wir stimmen nicht darüber ab wer Host City ist, was das ganze kostet und ob Zürich jetzt mitmachen will oder nicht. Das spielt absolut keine Rolle. Den Kanton Graubünden wird das 9 Millionen Franken kosten. Bei einem JA, werden alle weiteren Punkte geklärt. Dann erfolgt die zweite Abstimmung mit konkreten Kosten, Details zu Bauten, Standorten usw.

Wer also an die Fähigkeiten von Graubünden glaubt, wer das Selbstvertrauen hat nachhaltige und sinnvolle olympische Spiele durchzuführen und wer sich zu den zukunftsgerichteten und kreativen Köpfen des Kantons zählt, der stimmt am 12. Februar 2017 mit JA zur Olympia Kandidatur. (Für allfällige Tippfehler entschuldige ich mich schon mal vorsorglich).

Das Bewerbungsdossier
Die Webseite der Kandidatur
Die Webseite der Regierung mit Botschaft

P.S ein guter Gedanke von Ernst Bromeis

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